Mo.. Juli 13th, 2026

Die österreichische Kryptobörse Bitpanda setzt ihren Expansionskurs im Bankensektor fort. Über die institutionelle Infrastruktur von Bitpanda Enterprise wurde die bestehende Partnerschaft mit der Raiffeisen Bankengruppe nun auf die Raiffeisen-Landesbank Tirol ausgeweitet. Seit Mai haben Kundinnen und Kunden in Tirol die Möglichkeit, direkt über ihre Bank in Kryptowährungen zu investieren.

Mit diesem Schritt wird ein weiteres Bundesland an die Krypto-Infrastruktur des Wiener Fintech-Unicorns angebunden. Bereits zuvor arbeiteten die Raiffeisen-Landesbanken Niederösterreich-Wien und Burgenland mit Bitpanda zusammen. Die Kooperation zeigt, dass digitale Vermögenswerte zunehmend ihren Platz im klassischen Bankgeschäft finden.

Zum Start können Kundinnen und Kunden über die Raiffeisen-Landesbank Tirol in die zehn größten Kryptowährungen investieren. In einer späteren Ausbaustufe soll das Angebot auf sämtliche von Bitpanda unterstützten digitalen Assets erweitert werden. Zudem sind Sparpläne geplant, die einen regelmäßigen und automatisierten Vermögensaufbau mit Kryptowährungen ermöglichen sollen.

Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda, sieht digitale Assets längst als Bestandteil moderner Anlagestrategien. Nach seiner Einschätzung werden Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte zunehmend Teil breit diversifizierter Portfolios. Die Zusammenarbeit mit Raiffeisen zeige, wie Banken ihren Kundinnen und Kunden einen einfachen und regulierten Zugang zu dieser neuen Anlageklasse bieten können.

Auch auf Seiten der Raiffeisen-Landesbank Tirol wird die Kooperation als wichtiger Schritt gesehen. Vorstandsvorsitzender Thomas Wass betont das langfristige Potenzial von Krypto-Assets, weist jedoch gleichzeitig auf die damit verbundenen Risiken hin. Durch die Partnerschaft mit Bitpanda könne die Bank ihren Kunden einen sicheren Zugang zum Krypto-Markt anbieten.

Für Österreich hat die Zusammenarbeit eine besondere Signalwirkung. Während viele europäische Banken noch vorsichtig agieren, positioniert sich die Raiffeisen Bankengruppe zunehmend als Vorreiter im Bereich digitaler Vermögenswerte. Die Kooperation schlägt eine Brücke zwischen traditionellem Banking und der Welt der Kryptowährungen und stärkt gleichzeitig den Finanzstandort Österreich.

Bitpanda Enterprise bildet dabei die B2B-Sparte des Unternehmens und richtet sich an Banken, Broker, Fintechs, Family Offices und institutionelle Investoren. Neben Raiffeisen zählen inzwischen auch internationale Partner wie N26, Société Générale, die Deutsche Börse Group, RAKBANK und Onda Finance zum Kundenkreis. Die wachsende Liste namhafter Partner unterstreicht den Trend, dass etablierte Finanzinstitute verstärkt auf regulierte Krypto-Infrastrukturen setzen.

Mit der Ausweitung auf Tirol setzt Bitpanda einen weiteren Meilenstein auf dem Weg, Kryptowährungen für Bankkunden in Österreich einfacher zugänglich zu machen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass die Integration digitaler Assets in traditionelle Finanzdienstleistungen immer stärker voranschreitet.

By BNA

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