Mi. Dez 17th, 2025

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind in Österreich zwar bekannt, genießen jedoch nach wie vor nur begrenztes Vertrauen. Das zeigt das aktuelle „Krypto-Barometer“ von Marketagent, bei dem 2.000 Österreicher erstmals zu ihrer Haltung gegenüber digitalen Währungen befragt wurden.

Würden die Österreicher über ein hypothetisches Investment-Budget von einer Million Euro verfügen, würden durchschnittlich nur 9,1 Prozent in Kryptowährungen fließen. Deutlich beliebter sind klassische Anlageformen: Immobilien (40,1 Prozent) und Gold (24,1 Prozent) liegen weit vorne. Fast die Hälfte der Befragten (42 Prozent) würde überhaupt kein Geld in Kryptos investieren.

Die Skepsis ist deutlich: Nur 26 Prozent der Befragten äußern eine positive Haltung gegenüber Kryptowährungen, während 41 Prozent diese ablehnen. Beim Vertrauen in digitale Währungen liegt der Wert bei lediglich 34 Prozent. Ein klarer Unterschied zeigt sich zwischen den Generationen: Jüngere Befragte und Männer stehen Kryptowährungen offener gegenüber.

Bitcoin bleibt als bekannteste Kryptowährung unangefochtene Nummer eins, 83 Prozent der Teilnehmer kennen die digitale Währung. Ethereum folgt mit 32 Prozent, Dogecoin mit 19 Prozent und Litecoin mit 18 Prozent.

Hindernisse für die Akzeptanz sind vor allem Wissensdefizite: 68 Prozent der Befragten geben an, sich nur wenig informiert zu fühlen. Besonders gut informiert zeigen sich Männer, Jüngere und finanziell besser gestellte Personen. Trotz Unsicherheit sind 43 Prozent grundsätzlich bereit zu investieren, bei der Generation Z sind es sogar 63 Prozent.

Risiken stehen im Vordergrund: 67 Prozent sehen in Kryptowährungen ein hohes Risiko durch Kursschwankungen, 61 Prozent befürchten Betrug oder Cyberkriminalität und 60 Prozent warnen vor Verlusten durch fehlende Zugangsdaten. Positiv bewerten 44 Prozent die größere Unabhängigkeit von Banken. Langfristig glaubt jedoch nur ein Viertel der Befragten (27 Prozent), dass Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablierte werden.

Insgesamt überwiegt die Skepsis: 47 Prozent sehen bei Kryptowährungen mehr Nachteile als Vorteile, lediglich 23 Prozent erkennen überwiegend Vorteile. „Kryptowährungen sind in Österreich angekommen – aber eher als Gesprächsthema, denn als vertrauenswürdige Anlageform. Vor allem jüngere Zielgruppen treiben das Interesse, die große Masse bleibt skeptisch“, fasst Marketagent-Gründer Thomas Schwabl zusammen.

 

Quelle:

By BNA

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